Geschichte des V.f.L. Thorstein Taarstedt e.V.

 

Voran getrieben wurde die Gründung des Vereins federführend durch den sportaffinen Lehrer Rieken, welcher den jetzigen Namensvorschlag machte und der erste 1. Vorsitzende wurde. Offizielle Gründung war der 19.Juli 1923.

Es sind folgende Startbedingungen bekannt: Der Verein hatte 1923 20 offizielle männliche Mitglieder, keine Halle und keine Geräte. Es wurde Faustball gespielt und im Winter pausiert.

Bis zu Kriegsbeginn entwickelte sich der Verein sehr positiv. Es wurden erste Geräte angeschafft und der Verein eröffnete weitere Sparten, sodass auch Frauen und Kinder sich sportlich betätigen konnten. Turnen wurde zu einem weiteren Schwerpunkt. Es fanden in der dörflichen Gegend viele Turniere und Sportfeste statt, an denen der VfL mit seinen Mitgliedern erfolgreich teilnehmen konnte. Boxen wurde kurz probiert, fand aber keine Mehrheit. Die Mitgliederzahlen blieben lange Zeit im zweistelligen Bereich.

Nach Kriegsende wurde der Verein vorübergehend durch die Militärregierung der Alliierten aufgelöst. 1946 wurde der Verein durch den Einsatz Einzelner wiedereröffnet.

In den 50er/60er Jahren konnte erfolgreich an alte Erfolge und Sparten angeknüpft werden. So standen Boden- und Geräteturnen, Gymnastik, Faust- und inzwischen auch Handball, Kindersport und Leichatletik auf dem Programm und es wurde sich regelmäßig in Wettkämpfen und Sportfesten erprobt.

In den 70er Jahren veränderten sich langsam die Schwerpunkte. Statt Faustball wurde vermehrt Handball gespielt. In dieser Zeit liegen die Anfänge des Volleyballs. Es gab eine vorübergehende Reitsportsparte und der Verein richtete Volkswandern und Orientierungsfahrten aus. Man hatte es in den 70 er Jahren auf mittlerweile 200 Mitglieder gebracht.

1979 begann Meike Rieve-Feuersenger im VfL, sodass sich in den 80er ebenfalls das Sportangebot änderte. Meikes Steckenpferd war der Kindersportbereich, welchen sie gemeindeübergreifend prägte und durch weitere vielfältige Angebote (Tanzen/Einrad/Motopädie) weiter ausbaute. Dies war auch ein geschickter Schachzug, da die kleine Halle sich für den Kindersportbereich oder für Individualsportarten besonders gut eignet. Für die Mannschaftssportarten (Handball, Volleyball) sind unsere Rahmenbedingen leider nicht ausreichend. Volleyball ist noch im Angebot, wird aber in einer externen Halle gespielt.

Die Handballsparte konnte noch bis 2005 aufrecht erhalten werden. Viele berichten noch euporisch und mit sehr viel Wehmut aus dieser Zeit.

 

Ein paar Eckdaten zu unserer besonderen Halle:

Die Sporthalle ist 1934 auf Drängen der Schulgemeinde aus einer alten Scheune entstanden. Die Finanzierung stand auf der Kippe, sodass Vereinsmitglieder den Ausbau unterstützen. Die Halle wurde auf dem Boden der Schulscheune erbaut, sodass sie auch heute noch über eine Treppe innerhalb des Gebäudes zu erreichen ist. 1973 fand eine Renovierung der Halle mit dem Anbau des jetzigen Geräteraums statt.

Bis zur endgültigen Renovierung im Jahr 1992 standen noch 4 Stützpfeiler in der Halle. Seitdem wird die Sporthalle durch die Gemeinde Taarstedt (Eigentümer des Gebäudes) gepflegt und instandgehalten.